Farm Sommer 2023

Der FARM-Sommer 2023 war für ein bunter Kultursommer in Rimpertsweiler, bei dem eine Gruppe von 8 Künstler*innen und Designer*innen aus den verschiedensten Ecken Deutschlands das Hofgut Rimpertsweiler als interdisziplinären Erfahrungsraum genutzt haben.
Los ging alles mit einem ersten Treffen 2022 von Nils und Patrick vom Haus Otto mit Svende, dem Hofbäcker in Rimpertsweiler und Vorsitzendem des Autónomo e.V. Nils und Patrick waren auf der Suche nach einem landwirtschaftlichen Betrieb, auf dem sie mit einer Gruppe gleichgesinnter neue Erfahrungsräume für sich und ihre Arbeiten entdecken konnten. Es ging vor allem darum, ihre eher urbanen Arbeiten wieder mehr mit "der Erde" zu verbinden und neue Erfahrungsräume zu erschließen. Gleichzeitig sollte auch für den Hof ein Mehrwert entstehen, der als Schauplatz verschiedener Veranstaltungen wie einer intensiven Vernissage, Workshops, der Finissage etc. plötzlich für ganz neue Menschen zu einem Anziehungsort wurde. Der nachhaltigste Mehrwert ist wohl durch den damit einhergehenden Ausbau des Rimpertsweiler KulturScheunenRaums entstanden, der seit dem ein fester Bestandteil des Hofguts ist. Der FARM-Sommer hat in besonderem Maßen aufgezeigt, was auf kultureller Ebene möglich ist auf einem Bauernhof und ein entscheidender Faktor für die zukünftige Ausrichtung und Arbeit des Autónomo e.V.
Dieses Jahr wurde die Publikation zum FARM-Sommer fertig gestellt und kann unter folgenden Adresse käuflich erworben werden: FARM Group
Finanziell ermöglicht wurde der FARM-Sommer größtenteils durch die FreiRäume-Förderung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg.


Die Chaconne

Am 8. November 2025 öffnete der ScheunenRaum seine Türen für eine außergewöhnliche Kunstausstellung. Drei Skulpturen des lokalen Künstlers Helmut Mühle mit dem Titel „Blick-nach-Innen“, hielten den Besucher*innen einen Spiegel vor und luden sie dazu ein, sich mit den großen Fragen des Lebens, dem allgegenwärtigen Sinn und der eigenen Rolle als Mensch auseinanderzusetzen.
Ergänzt wurde die Schau durch Werke des ebenfalls regional verwurzelten Künstlers Jean-Charles Roussel, der sowohl inspirierende französische Gedichte als auch bildnerische Arbeiten präsentierte.
Auch kulinarisch kamen die Gäste auf ihre Kosten: Die feine Backkunst des Rimperstweiler Hofes sowie eine wohltuende Suppe aus Gemüse der hauseigenen Gärtnerei begleiteten den Abend. 

Der Autónomo freute sich über Gäste aus ganz Süddeutschland, die den Weg zur Veranstaltung fanden.

Im warmen Lichtermeer unzähliger Kerzen entfaltete sich am späten Abend ein weiterer Höhepunkt: Der Violinist Emmanuel Vukovic erfüllte den Raum mit der ergreifenden „Chaconne“, einem etwa 15-minütigen Meisterwerk aus der 2. Partita für Solovioline von J. S. Bach.
Parallel zur musikalischen Darbietung konnten die Besucher*innen das Gemälde „Ciaconna“ von Helmut Mühle betrachten, das im Dialog mit der Musik stand. Nach einleitenden Worten zu den Entstehungsumständen des Stücks, dem Hintergrund des Gemäldes und Bezügen zum goldenen Schnitt hob Emmanuel Vukovic seine Geige und ließ die Partita in ihrem finalen Höhepunkt, der Chaconne, erstrahlen.